»Stolz weht die Flagge schwarz-weiß-rot«

(Buch-Cover)

Zum aktuellen Erscheinungsbild von Rechtsorientierung und Rechtsextremismus in Alltagskultur und Lebensweise von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Autorin: Dipl.-Ethn. & Hist. Margitta-Sybille Fahr, Dezember 2000

Preis: 5,00 EUR zzgl. Porto

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Zum aktuellen Erscheinungsbild von Rechtsorientierung und Rechtsextremismus in Alltagskultur und Lebensweise von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Rechtsextremismus ist kein Ostproblem - auch wenn Politiker und Medien dieses Klischee nur zu gerne bedienen. Es könnte sonst die Frage aufkommen, warum diese Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, jungen Menschen Lebensperspektiven, Leitbilder und Visionen zu vermitteln, warum es der NPD gelingen konnte, sich von vergreisten Kneipenrunden in einen kampfbereiten Jungsturm zu verwandeln, welcher sich offensiv in die Politikfelder Soziales und Jugend einmischt. Rechtsorientierte/rechtsextremistische Denk- und Verhaltensmuster prägen zunehmend Alltagskultur und Lebensweise von Jugendlichen; Werte, Normen, selektives historisches Wissen und politische Forderungen werden in eine Bild-, Ton- und Körpersprache umgesetzt, die von Außenstehenden nicht mehr verstanden wird. Rechtsorientierung/Rechtsextremismus beeinflussen nachhaltig das Zusammenleben zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Es muss jedoch angesprochen werden, dass die Grundlage für rechtes Denken, die geglaubte Ungleichheit von Menschen entsprechend ihrer ethnischen Herkunft, ihres religiösen Bekenntnisses, ihres sozialen Status, ihrer sozialen und (jugend-)kulturellen Präferenzen, ihrer körperlichen Beschaffenheit, ihrer politischen Orientierung, gleichermaßen Bestandteil von nationalistischen und religiös-fundamentalistischen Denkweisen ist. Ebenso vorhanden ist die Akzeptanz von Gewalt zur Lösung vermeintlicher oder realer Probleme. Im November 2000 begann das kommunalpolitische forum e.V. (berlin) eine Veranstaltungsreihe zu diesem Themenkomplex mit dem Ziel, die alltägliche Wahrnehmumg der TeilnehmerInnen zu sensibilisieren und eine breite Diskussion über die Möglichkeiten bürgerschaftlichen Handelns gegen Rechtsextremismus anzuregen. Während und nach der Veranstaltung wurde an uns mehrfach der Wunsch herangetragen, das Hauptreferat von Frau Margitta-Sybille Fahr nachlesen zu wollen, da hier der alltagskulturelle Kontext erstmals umfassend dargestellt wurde. Das kommunalpolitische forum e.V. (berlin) kommt diesem Wunsch mit der vorliegenden Broschüre gerne nach.

 
 

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