Kinderschutz: Erkennen – Handeln – Helfen

23. Mai, 16.00 - 20.00 Uhr

Tagungsort: Abgeordnetenhaus von Berlin (Festsaal)
Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin

Einladung als PDF

 

Neue Kinderschutzfälle sind in den letzten Tagen bekannt geworden und haben die öffentliche Debatte über mögliche Ursachen sowie Strategien im Umgang mit und zur Vermeidung von Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wieder neu belebt. Eine sachliche fach- und praxisorientierte Diskussion zu diesem Thema ist notwendig, denn es gibt keine schnellen und einfachen Lösungen für ein Problem, das in vielen Fällen auch gesellschaftliche Ursachen hat. Aufbauend auf einer umfassenden Ursachenanalyse müssen in erster Linie präventive Maßnahmen zur Unterstützung von Familien verstärkt werden, um Risiken für eine Kindeswohlgefährdung zu minimieren und Überforderungssituationen zu vermeiden. Weiterhin müssen leistungsfähige Hilfestrukturen in den Sozialräumen entwickelt werden – zum einen für die betroffenen Familien, aber auch als Unterstützung für pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen und Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe und des Bildungswesens, in denen sich Kinder einen Großteil des Tages aufhalten und in denen Kinderschutzfälle oftmals entdeckt und wo darauf reagiert werden muss.

Ende des Jahres 2005 hat der Bundestag umfangreiche Änderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) vorgenommen, um den Kinderschutz zu stärken. In Umsetzung dieser neuen gesetzlichen Regelungen und in Anpassung an veränderte gesellschaftliche Erfordernisse hat der Senat im Februar 2007 das Berliner Konzept für ein umfassendes Netzwerk Kinderschutz vorgelegt.

Es ist Anliegen des kommunalpolitisches forums, im Rahmen dieser Veranstaltung insbesondere pädagogischen Fachkräften die neuen gesetzlichen Regelungen und das Berliner Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz vorzustellen. Wir hoffen, auf diese Weise einen Beitrag zur Unterstützung bei der Bewältigung des pädagogischen Alltags in den Einrichtungen zu leisten und zu einem breiten Informations- und Erfahrungsaustausch der verschiedenen Akteure im Netzwerk Kinderschutz beizutragen. In diesem Sinne wird die Veranstaltung, für die wir kompetente Expertinnen und Experten gewinnen konnten, und zu der wir Sie hiermit herzlich einladen, auch Raum geben für eine hoffentlich lebhafte Diskussion.

Als Sachverständige und GesprächspartnerInnen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Wolfgang Penkert, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Abteilungsleiter Jugend und Familie
  • Dr. Elke Nowotny, Kinderschutz-Zentrum Berlin, Vorsitzende des Vorstands
  • Michael Räßler-Wolff, Bezirksamt Lichtenberg, Bezirksstadtrat für Familie, Jugend und Gesundheit
  • Michael Witte, Kita-Eigenbetrieb NordOst, Pädagogischer Geschäftsführer
  • Dr. Matthias Brockstedt, Bezirksamt Mitte, Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes
  • Michael Havemann, Kriminaloberrat im Landeskriminalamt, Dezernat für Gewaltdelikte an Schutzbefohlenen

Moderation: Dr. Margrit Barth, kinder- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus

Wir hoffen, mit dieser Einladung Ihr Interesse geweckt zu haben und würden uns freuen, Sie zu unserer Veranstaltung begrüßen zu können.

 

Mögliche weitere Informationen erhalten Sie über unsere Geschäftsstelle (Tel.: 26 30 52 60; Funk: 0177 - 811 19 62 oder E-Mail: kommunalpolitisches.forum@berlin.de).

Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung bis spätestens 18.05.2007. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,00 € und wird vor Ort entrichtet. Sie schließt eine Versorgung mit Getränken ein.

Die Veranstaltung findet statt
am Mittwoch, 23.5.2007 16.00 - 20.00 Uhr
im Abgeordnetenhaus von Berlin (Festsaal)
Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin.

 
 

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